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Keltische Sprachen ArtikelBuch-Tipp: Akten des Zweiten deutschen Keltologen-Symposiums Das Buch " Akten des Zweiten deutschen Keltologen-Symposiums" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch. Im ersten Jahrtausend vor Christus wurden in weiten Teilen Europas keltische Sprachen gesprochen.
Die keltischen Sprachen werden von der Sprachwissenschaft der indogermanischen Sprachfamilie zugeordnet, genauer gesagt zur westlichen Gruppe der indoeuropäischen Sprachen.
Sie waren bis zur Zeitenwende in West-, Mittel- und Südosteuropa weiter verbreitet als in der heutigen Zeit, in der sie ca. noch auf Randgebiete beschränkt sind.
Die Verbreitung der Sprache folgte der Wanderbewegung der keltischen Völker und erreichte dadurch von dem Kerngebiet in dem südlichen Mitteleuropa aus auch die Iberische Halbinsel und die Britischen Inseln.
Während keltische Sprachen auf dem Festland (Festlandkeltisch, überliefert sind das Gallische, das Keltiberische , das Lepontische und das Galatische , zu dem Teil sehr spärlich) unter dem dominierenden Latein des römischen Reiches sowie durch die Ausbreitung der germanischen Sprachen verschwanden, hielten sich keltische Sprachen auf den Britischen Inseln (Inselkeltisch).
Dort bildeten sich zwei Gruppen, die einmal das Bretonische (in der Bretagne (Frankreich)), das Kornische, das weitgehend unbekannte und ca. mit wenigen Wörtern überlieferte Kumbrische in Nordengland sowie das Walisische (oder Kymrische) umfassten, und andererseits aus dem Irisch-Gälischen, dem Schottisch-Gälischen (oder Ersischen ) und Manx bestand.
Das Bretonische, das heute noch in der Bretagne gesprochen wird, gelangte wahrscheinlich in dem Zuge der angelsächsischen Eroberung der Britischen Inseln infolge von Fluchtbewegungen von Cornwall nach Nordfrankreich.
Die kornische Sprache war seit dem 18. Jahrhundert ausgestorben, wird aber mittlerweile wieder von etwa 1 Tausend Menschen gesprochen, während das Walisische mit ungefähr 500 Tausend Sprechern noch relativ stark verbreitet ist.
Daneben versucht Irland, die Irische Sprache (die auch Gälisch genannt wird) zu erhalten.
Die heutigen keltischen Sprachen können in die p-keltischen Sprachen (auch Britannische Sprachen - früher auch Festlandskeltisch: Walisisch, Kornisch und Bretonisch) und die q-keltischen Sprachen (auch Goidelisch, genannt die Gruppe der gälischen Sprachen - früher auch Inselkeltisch: Schottisch-Gälisch, Irisch-Gälisch, und Manx) unterteilt werden. Die sprachliche Relevanz der p-/q-Unterscheidung ist jedoch umstritten. Alle festlandkeltischen Sprachen Gallisch, Keltiberisch , Lepontisch und Galatisch sind ausgestorben.
Aus frühmittelalterlichen Quellen geht hervor, dass möglicherweise noch in dem fünften Jahrhundert in der Gegend um Trier von einem Teil der Bevölkerung ein keltischer Dialekt gesprochen wurde.
In den Sprachen der Europäer hat sich ein bedeutender keltischer Wortschatz erhalten, auch und insbesondere in der deutschen Sprache (keltischer Wortschatz in der deutschen Sprache).
Viele Orts- und Familiennamen, Gewässernamen und Ortsangaben in Mitteleuropa sind keltischen Ursprungs. So entstammt der Name der Flüsse Rhein und Rhône aus dem Keltischen (Bedeutung: "fließen").
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